• Herzog.Baum

    Samen und Pflanzen GmbH

Koaserbauerstraße 10

4810 Gmunden

 

Tel. +43 (0) 7612 71244-0

Fax +43 (0) 7612 71244-4

 

office@herzog-samen.com

 

 

Jede Baumart hat seinen eigenen Rhythmus bzw. Keimzeitpunkt

 

Daher können wir leider keine standardisierte Aussaatanleitung zur Verfügung stellen.

 

Einige Baumarten benötigen eine Stratifikation um im Frühjahr keimen zu können. Diese Baumarten sind in unserer Sortimentsliste mit * gekennzeichnet und können von uns keimbereit direkt vor Aussaat geliefert werden.

 

Einige Gehölze wie z.B.: Eichen, Nüsse, Ahorn, Kirsche werden vorwiegend im Herbst gesät. Während sie im Winter in der Erde geschützt liegen, bauen sie ihre Keimhemmung ab. Diesen Vorgang nennt man natürliche Stratifikation. Dies gelingt nur, wenn die Samen den Winter unbehelligt überstehen und nicht z.B.: durch Nagetiere aufgestöbert werden.

 

Alle anderen Baumarten werden in der Regel im Frühjahr von März bis Mai in das Freiland ausgesät und mit etwas Erde oder sterilem Sand (ca. 3-fache Dicke der Samengröße) abgedeckt und leicht angedrückt.

 

 

Rekultivierung

 

Baum- und Strauchsamen werden auch sehr erfolgreich zur Rekultivierung von Bergwerkshalden, Straßenböschung und Rutschungen eingesetzt.

 

Dabei kommen verschiedenen Ausbringungs-Methoden zur Anwendung. Auf Steilflächen mit fehlender Humus-Auflage werden die Baumsamen zusammen mit Grassamen im Hydroseed-Verfahren aufgespritzt. Besonders durch das von Dr. Roman Schaffer / Irdning entwickelte Dickschichtverfahren ist es gelungen, Keimergebnisse und Biomassebildung entscheidend zu verbessern. Mit dieser speziellen Hydrosaat-Variante treten Begrünungserfolge rascher ein und sind dauerhafter. Ungünstige Randbedingungen wie Exposition, Steilheit, Humus- und Nährstoffarmut werden in ihren Auswirkungen deutlich abgeschwächt.

 

Für diesen Anwendungsbereich, eigen sich besonders leichtsamige Pionierbaumarten wie Birke und Weißerle. Aber auch kleinkörnige Sträucher wie Wildrosen und Nadelholz- Samen lassen sich gut mit diesem Verfahren ausbringen.

 

Selbstverständlich können Baumsamen in begehbarem Gelände auch auf konventionelle Art ausgebracht werden. Der günstigste Zeitpunkt dafür ist im Spätherbst knapp vor Schneefall oder eine Schneesaat im Spätwinter. Damit können die natürlichen Abläufe der Wasseraufnahme / Samenquellung / Abbau der Keimhemmung weitgehend ungehindert einwirken. Außerdem werden zu diesem Zeitpunkt Ausfälle durch natürliche Fressfeinde weitgehend minimiert.

 

Besonders bewährt hat sich eine Platzweise Saat im Schutz von Kokos-Matten. Dieses 100% biologisch abbaubare Kokos-Gewebe wird zur Hang- und Böschungssicherung eingesetzt und bewirkt eine 1,5 - fache Feuchtigkeitsaufnahme. Außerdem sammelt sich in ihrem Bereich Laub und Feinerde. Das unterstützt damit die Bedeckung des Samens und die Bildung eines günstigen Keimbeetes. Jedenfalls hat sich in der Praxis eine deutlich höhere Keimrate im Bereich der Kokos-Matten ergeben.